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Luzerner Velonetz jetzt!

«Genügend Platz
für sicheres Velofahren.»

Warum braucht es die Initiative?

Velofahren liegt im Trend.  
Die Zahl der Velofahrenden in Stadt und Agglomeration Luzern steigt.  Corona führte zu einem zusätzlichen Boom.  

Insbesondere die Zahl der Elektrovelos steigt.  
Elektrovelos sind oft schnell unterwegs. Das hohe Tempo stellt besonders hohe Ansprüche an den Ausbaustandard der Veloverbindungen.

Auf den Velostreifen und Radwegen wird es eng.  
Überholen ist im Strassenverkehr unmöglich. Auch das Kreuzen, insbesondere mit einem Veloanhänger, ist vielerorts unmöglich. Velos weichen daher oft auf das Trottoir aus. Das ist verboten und führt zu Konflikten mit den Fussgängerinnen und Fussgängern. Diese fühlen sich durch die Velos gefährdet.

Viele Velofahrende fühlen sich im Strassenverkehr nicht wohl.
Vor allem Kinder und ältere Personen trauen sich oft nicht zu Stosszeiten in den Verkehr. Radstreifen bieten ihnen zu wenig Schutz und Platz, darum braucht es breitere dimensionierte Radverkehrsanlagen.

Viele gefährliche Stellen (z.B. Bundesplatz, Kreuzstutz) und enge Strassen (z.B. Basel-, Bern-, Zürich-, Haldenstrasse) sind seit Jahren bekannt, wurden aber noch nicht entschärft. Sichere,  komfortable Lösungen sind dringend gefragt!

Mit dem Velo gegen den Klimawandel antreten.
Die Stadtbevölkerung hat sich in mehreren Volksabstimmungen immer wieder für Ideen ausgesprochen, die sich aktiv dem Klimawandel entgegenstellen. Dazu ist es unerlässlich, den motorisierten Individualverkehr zu reduzieren. Stattdessen sind Velo- und Fussverkehr zu fördern. Am besten geht das, indem beiden die entsprechenden Flächen zur Verfügung gestellt werden.

Es ist an der Zeit, aktiv zu werden. Ein Netz von Velobahnen jetzt!

 

«Velobahnen für alle - auch für Kinder, schnelle Elektrovelos und gemütliche Velofahrer*innen.»

Vorwärts fürs Velo, jetzt!

Was will die Initiative?

In der Stadt Luzern soll innert 10 Jahren ein Netz aus Velobahnen entstehen. Velobahnen sind so etwas wie Autobahnen für Velos. Vorbild sind die «Fietssnelwegen» in Holland.

Die Stadt Bern beweist mit den «Velohauptrouten», dass solch komfortable Veloverbindungen auch in der Schweiz möglich sind. Das Netz in Luzern soll mindestens 20 Kilometer lang werden. Dazu sind sternförmige Velobahnen in alle Richtungen notwendig sowie tangentiale Verbindungen.

Velobahnen sind die Hauptschlagadern des städtischen Veloverkehrs. Sie sind entsprechend breit und sicher, so dass schnelle Velos die langsamen problemlos überholen können.

Nachhaltig unterwegs!

Das ‹Reglement für eine nachhaltige städtische Mobilität› legt die Leitlinien für den Fuss- und Veloverkehr im Artikel 3 fest. Dieser Artikel besteht heute aus drei Absätzen.

Absatz 1
hält fest, dass es in Luzern ein Radroutennetz geben soll.

Absatz 2
schreibt Veloabstellanlagen vor.

Absatz 3
verlangt, dass Velo- und Fussverbindungen sicher sind.

Neu verlangen wir in einem Absatz 4 ein übergeordnetes Netz von Velobahnen
Zur Umsetzung des Veloroutennetzes realisiert die Stadt bis spätestens 10 Jahre nach Inkrafttreten dieser Bestimmungen insbesondere ein Netz aus sternförmigen sowie tangentialen Velobahnen, die von Fuss- und motorisiertem Individualverkehr weitgehend getrennt geführt werden. Velobahnen werden als Velostrassen signalisiert oder auf Radwegen geführt, die je Fahrtrichtung eine Breite von mindestens zwei Metern aufweisen. Die Gesamtlänge dieses Netzes beträgt mindestens 20 km. Der Stadtrat informiert bis zum Erreichen dieses Ziels jährlich in geeigneter Form über den Zwischenstand.

«Velobahnen verbinden Wohn- und Arbeitsort sicher und ungehindert.»

Sichere Wege!

Was ist eine Velobahn?

Velobahnen sind qualitativ hochwertige Verbindungen im Veloverkehrsnetz.
Sie verknüpfen wichtige Ziele auch über grössere Entfernungen. Sie erschliessen Schulen, Wohn- und Arbeitsgebiete, Einkaufsorte und selbstverständlich auch Bahnhöfe und grosse Bushaltestellen. Auf Velobahnen kann man flüssig und komfortabel fahren. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass möglichst wenig Störungen im Verkehrsfluss auftreten. Weil sie kaum Stopps aufweisen, ist ein rasches Vorwärtskommen möglich.

Velobahnen werden wenn immer möglich über separate Trassen und möglichst abseits des Motorfahrzeugverkehrs geführt. Das ist am Siedlungsrand leichter zu machen als im Innenstadtgebiet. Darum ist die Mitbenutzung motorfahrzeugarmer Strassen möglich. Der Begriff «Velobahn» wird zwar häufig verwendet, klar definiert sind Velobahnen bisher noch nicht. Normen oder Standards fehlen noch. Velobahnen weisen folgende Eigenschaften auf:

  • Sie ermöglichen die unterbruchsfreie Fahrt mit wenigen Stopps und Wartezeiten.
  • Sie weisen eine hohe Qualität hinsichtlich Breite und Belag auf und sind daher komfortabel und sicher.
  • Die Linienführung mit weiten Kurvenradien und guten Sichtverhältnissen ermöglicht direktes und flüssiges Befahren.
  • Überhol- und Kreuzungsmanöver sowie Nebeneinanderfahren sind problemlos möglich. Velobahnen zeichnen sich durch hohe Gestaltungs- und Ausstattungsqualität aus.

Die Begriffe «Velobahn», «Vorrangroute», «Veloschnellroute», «Velohauptroute» meinen dasselbe.

mehr
Velo!

Argumente für mehr Veloverkehr:

schnell
Das Velo ist im Stadtverkehr unschlagbar schnell. Am Stau fahren Velos legal vorbei.

günstig
Velofahren ist günstig. Anschaffung und Unterhalt des Velos belasten das Budget der Velofahrenden kaum.  Bau und Unterhalt der Infrastruktur belasten die öffentliche Hand im Verhältnis zu Strassen- und Bahninfrastruktur auch nur im geringen Mass.

umweltfreundlich
Velofahren ist umweltfreundlich: Keine Luftbelastung, kein Lärm, nur wenig Flächenverbrauch, es entsteht kaum Abfall.

verlässlich
Velofahren ist verlässlich. Fahrzeiten zur Schule, zur Arbeit, zum Bahnhof lassen sich mit dem Velo sehr genau vorhersagen. Wie lange eine Fahrt mit dem Auto oder Bus dauert, variiert je nach Verkehrsaufkommen sehr stark.

gesund
Velofahren ist gesund. Tägliche Bewegung wirkt vorbeugend gegen zahlreiche Krankheiten.

Streifen • Weg • Strasse

Was ist ein Radstreifen (Velostreifen)?

Radstreifen werden auf derselben Fahrbahn wie Autos geführt.
Sie werden mit gelb unterbrochenen Linien gekennzeichnet.

Radstreifen sind für Velos, Elektrovelos und Mofas bestimmt.

Neuerdings fahren auch Elektrotrottis auf Radstreifen.

Motorfahrzeuge dürfen Radstreifen befahren, solange sie Velos nicht behindern. Das Parkieren auf Radstreifen ist verboten.

Was ist ein Radweg (Veloweg)?

Radwege sind von der Fahrbahn der Autos durch bauliche Massnahmen getrennt (Grasstreifen, Randstein etc.).

Sie sind extra signalisiert (weisses Velo auf blauem Grund).

Sie können richtungsgetrennt oder im Gegenverkehr geführt werden.

Lediglich als Ausnahmen können Radwege auch für Fussgängerinnen und Fussgänger geöffnet werden.

Was ist eine Fahrradstrasse (Velostrasse)?

Velostrassen sind durchgehend vortrittsberechtigt. Der sonst übliche Rechtsvortritt in Tempo 30-Zonen ist aufgehoben.

Velostrassen sind darum eigentliche «Velo- Komfortrouten» auf Quartierstrassen. Die Bruchstrasse wurde (wie in vier anderen Städten auch) zu Testzwecken als Fahrradstrasse signalisiert.

Ab 2021 können Velostrassen definitiv eingeführt werden.

20km
Velobahnen - jetzt!


Sind 20 Kilometer Velobahnen in der Stadt realistisch?

  • Freigleis und Xylophonweg lassen sich mit geringem Aufwand auf das nötige Mass verbreitern.
  • Die Achse Taubenhausstrasse-Bruchstrasse ist schon heute als Velostrasse ausgebaut.
  • Vom Bahnhof in Richtung Verkehrshaus/Würzenbach, in Richtung Tribschen/Schönbühl sowie in Richtung Maihof sind Velobahnen dringend nötig. Es ist eine Frage des politischen Willens (und Drucks), diese zu realisieren.
  • Die Achse Bernstrasse-Luzernerstrasse muss ebenfalls ausgebaut werden.
  • Zwischen Seetalplatz und Littauerboden hätte es genügend Platz fürs Velo.
  • Tangentiale Verbindungen wären fast rund um die Stadtmitte möglich.

schnell • umweltfreundlich • gesund

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